Der FSV Rosenheim kann eine Ausbildung zum Segelflugzeug- und Motorsegelflugzeugpiloten anbieten. Unsere Fluglehrer arbeiten ehrenamtlich. Weitere Informationen erteilen wir auch gerne vor Ort.

Ein Luftfahrzeugführer bedarf zum Betrieb eines Luftfahrzeuges einer Erlaubnis. Diese wird von der Luftfahrbehörde des Landes ausgestellt. Für die Erteilung der Erlaubnis muss der Anwärter nach einer theoretischen und praktischen Ausbildung auch die erfolgreiche Teilnahme an einer theoretischen und praktischen Prüfung sowie eine Berechtigung zur Durchführung von Funksprechverkehr vorweisen können.

Vorraussetzungen

Neben den Altersbeschränkungen (Ausbildung ab 14 Jahren, Erteilung des Luftfahrerscheines LAPL (S) oder SPL mit 16, die Erweiterung für Motorsegler mit 17 Jahren) muss der Anwärter zur Ausbildung auch eine Bescheinigung (Tauglichkeitszeugnis) eines Fliegerarztes seiner Luftfahrtüchtigkeit besitzen. Es ist ratsam sich die Tauglichkeit vor der Anmeldung attestieren zu lassen.

Luftfahrerschein für Segelflugzeugführer LAPL (S) oder SPL

Die praktische Segelflugausbildung erfolgt entweder mit dem Motorsegler oder auf einem Segelflugzeug. Nach etwa 50 bis 100 Starts gemeinsam mit dem Fluglehrer folgen die ersten Alleinflüge auf dem geschulten Muster. Es folgen die Umschulung auf den Einsitzer und die Kunststofflugzeuge.

Die theoretische Ausbildung findet in der Winterzeit mit unseren Piloten und Ausbildern statt. Der Stoff gliedert sich in sieben Bereiche:

    • Allgemeine Luftfahrzeugkentnisse, Technik
    • Aerostatik und Aerodynamik
    • Meteorologie
    • Navigation
    • Luftrecht
    • Verhalten in besonderen Fällen
    • Menschliches Leistungsvermögen

Die Prüfung der Kentniss der Theorie wird bei der Regierung Oberbayern (München) abgelegt. Nach bestandener Theorieprüfung beweist der künftige Pilot sein Können mit einem Streckenflug über 50km.
Abgeschlossen wird die Flugausbildung mit der praktischen Prüfung durch einen behördlichen Prüfer.

Klassenberechtigung für Reisemotorsegler (TMG) für Inhaber der LAPL (S) oder SPL

Anschließend an den Erwerb der LAPL (S) oder SPL kann eine Erweiterung der Lizenz für Reisemotorsegler erfolgen. Reisemotorsegler sind eigenstartfähige Motorsegler, die über ein festeingebauten Motor und einen starren Propeller verfügen. Die praktische Ausbildung umfasst mindestens zehn Flugstunden, davon mehr als 20 Alleinflüge.

Zusätzlich erfolgt eine besonders auf den Betrieb und die Wartung des Motors erweiterte Theorieprüfung.